Stadtautobahn vs. Stadtbahn: 14-jähriger Berliner Schüler entlarvt in Dokumentarfilm die Milliarden-Verschwendung der A100 und zeigt Alternativen

PRESSEMITTEILUNG

Berlin, 26.01.2026 – Während die Politik am veralteten Beton-Projekt A100 aus den 1950er-Jahren festhält, zeigt die nächste Generation, wie moderne Mobilität aussehen könnte. In einem beeindruckenden Dokumentarfilm analysiert ein 14-jähriger Schüler aus Berlin-Mitte die Sinnhaftigkeit des A100-Weiterbaus und stellt diesem zukunftsweisende Schienenprojekte wie die S21 und die S6 gegenüber.

In seinem im Rahmen eines Schulprojekts entstandenen Film „Stadtautobahn vs. Stadtbahn“ nimmt der junge Filmemacher den 16. und 17. Bauabschnitt der A100 unter die Lupe. Mit fundierter Recherche beleuchtet er die massiven Kosten von mindestens 1,1 Milliarden Euro für nur wenige Kilometer Asphalt und stellt die entscheidende Frage: Ist dieses Geld nicht besser in der Schiene investiert?

Ein deutliches Signal gegen die autozentrierte Stadt
Der Schüler, der sich selbst als leidenschaftlicher Befürworter der Bahn und Gegner weiterer Autoinfrastruktur bezeichnet, kommt in seinem Fazit zu einem klaren Ergebnis: Der Bau von Autobahnen ist im 21. Jahrhundert nicht mehr zeitgemäß. Stattdessen sollten Projekte wie der „Kreuzberger Tunnel“ (S-Bahnlinie 6) oder der Ausbau der S21 priorisiert werden, um eine echte Verkehrswende zu ermöglichen.

Dass ein 14-jähriger Schüler diese komplexe verkehrspolitische Frage so fundiert und engagiert aufarbeitet, ist beeindruckend – und beschämend für eine Politik, die diese Diskussion seit Jahrzehnten ignoriert“, sagt Tobias Trommer, Sprecher des Aktionsbündnisses A100 stoppen.

Beton von gestern vs. Mobilität von morgen
Das Aktionsbündnis unterstützt die Forderungen des Films ausdrücklich. Während für die Autobahn wertvoller Wohnraum und legendäre Kulturorte wie die Clubs Else oder Renate vernichtet werden, bietet der Ausbau des ÖPNV eine umweltfreundliche und sozial gerechtere Alternative.

Der Film des Schülers hält der Berliner Politik den Spiegel vor. Der Ausbau der A100 ist kein Fortschritt, sondern zerstört gewachsene Stadtstrukturen und produziert mehr Autoverkehr, Lärm sowie Verkehrschaos“, erklärt Tobias Trommer. „Dass die Jugend das so klar benennt, ist ein unüberhörbares Signal an die Politik: Wir brauchen keine neuen Stadtautobahnen, sondern die Umwidmung der Mittel für einen starken ÖPNV.“

Weiterführende Informationen:

Der Film auf YouTube

Hintergrundartikel + Transkript des Films

Über das Aktionsbündnis A100 stoppen:
Das Bündnis setzt sich seit 2010 gegen den Ausbau der Stadtautobahn A100 und für eine menschenfreundliche, ökologische Stadtentwicklung in Berlin ein.

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