Freitag, 09.10.2026 🚨 Der neue Berliner Amphibienbericht schlägt Alarm
Für den 16. Bauabschnitt der A100 wurden Kleingärten, Teiche und wertvolle Lebensräume zerstört. Beim geplanten Weiterbau nach Lichtenberg drohen weitere Eingriffe. Dabei könnten die für die Autobahn freigehaltenen Flächen neue Lebensräume für Frösche, Kröten und Molche bieten.
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Unsere Pressemitteilung Neuer Amphibienbericht schlägt Alarm: A100 stoppen, Lebensräume retten
Sonntag, 20.09.2026 🗳️ Abgeordnetenhauswahl in Berlin 2026: Parteien zur A100 – Wahlversprechen und Realität im Faktencheck
Wir haben die offiziellen Antworten der 17 kandidierenden Parteien aus dem Wahl-O-Mat ausgewertet und mit der politischen Realität im Parlament verglichen.
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🔊 Samstag, 12.09.2026 ab 13:00 Uhr Demo „A100 wegbassen“ – Protestrave gegen den Weiterbau der A100
📍 13 Uhr · RAW-Gelände, Revaler Straße
➡️ Demo zum Roten Rathaus
📢 16 Uhr · gemeinsame Abschlusskundgebung
🎶 ca. 17:30 Uhr · Abschluss-Rave vor dem Roten Rathaus
Veranstalter: Bündnis A100 wegbassen
Am 12. September 2026 heißt es: A100 wegbassen! Gemeinsam auf die Straße gegen den geplanten Weiterbau der Stadtautobahn A100 und für eine lebenswerte, klimafreundliche Stadt.
Die Demo ist Teil der großen Sterndemo „Zeit, dass sich was dreht“ mit zahlreichen Demonstrationszügen aus verschiedenen Teilen Berlins.
👉 Infos zur Demo A100 wegbassen, Route, Forderungen und Hintergründe zum geplanten 17. Bauabschnitt der A100
🆕 Unser neuer Instagram-Account ist gestartet – mit Bildern von Rave the Planet und unserer Forderung, den Bau der Stadtautobahn A100 zu stoppen:
👉 @a100stoppen
SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke haben sich im Sondierungspapier zur Berliner Regierungsbildung darauf verständigt, den Weiterbau der A100 abzulehnen. Um zu verhindern, dass die Autobahn GmbH des Bundes das Vorhaben im Schatten der Landespolitik stur weitertreibt, braucht der kommende Koalitionsvertrag jedoch mehr als nur eine vage Absichtserklärung. Das Aktionsbündnis A100 stoppen legt den Verhandlungsteams fünf konkrete Formulierungen vor, die den politischen Handlungsspielraum des Landes maximal ausschöpfen und den Weiterbau der Autobahn auf Landes- und Bezirksebene wirksam blockieren.
Sowohl SPD als auch Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke lehnen den 17. Bauabschnitt der A100 vom Treptower Park bis zur Storkower Straße ab. In Kürze starten die detaillierten Koalitionsverhandlungen für die neue Landesregierung.
Damit aus der Absichtserklärung ein wirksamer Baustopp wird, muss das Land Berlin seine eigenen rechtlichen, planungsrechtlichen und verkehrlichen Handlungsspielräume konsequent ausschöpfen. Dafür schlagen wir folgende fünf Punkte für den Koalitionsvertrag 2026–2031 vor:
1. Einstellung der Bundesplanung & Bundesratsinitiative
Was gefordert wird: Der Berliner Senat fordert vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) den sofortigen Planungsstopp und leitet Schritte zur rechtlichen Streichung ein.
Erläuterung: Die A100 ist im gesetzlichen Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen enthalten (Projekt Nr. 427, Kategorie Laufend und fest disponiert). Baut Berlin keinen aktiven politischen Druck auf, treibt die Autobahn GmbH die Vorplanung weiter voran. Ein Verhandlungsauftrag des Senats und eine Bundesratsinitiative sind unumgänglich, um das Projekt aus der Bundesplanung zu entfernen.
Textvorschlag für den Koalitionsvertrag: „Die Koalition lehnt den Bau des 17. Bauabschnitts der A100 (Treptower Park bis Storkower Straße) verbindlich ab. Der Senat nimmt unverzüglich Verhandlungen mit dem Bund auf mit dem Ziel, die Planungen durch die Autobahn GmbH einzustellen, auf ein Planfeststellungsverfahren zu verzichten und das Vorhaben aus dem Bedarfsplan des Fernstraßenausbaugesetzes zu streichen. Im ersten Jahr der Legislaturperiode bringt Berlin eine entsprechende Bundesratsinitiative zur Gesetzesänderung ein.“
2. Flächennutzungsplan & Verweigerung von Landesflächen
Was gefordert wird: Streichung der Autobahntrasse aus dem Berliner Flächennutzungsplan (FNP) und die absolute Verweigerung von Landeseigentum.
Erläuterung:Ein zentraler praktischer Hebel des Landes Berlin: Für Baufelder, Zufahrten und Baugrunduntersuchungen benötigt die Autobahn GmbH zwingend landeseigene und bezirkliche Grundstücke sowie Straßennutzungen. Verweigert Berlin Grundstücksverkäufe, Pachten und Sondernutzungserlaubnisse, erzwingt dies aufwendige Enteignungsverfahren gegen das eigene Bundesland und erzeugt erhebliche Zeit- und Planungshürden.
Textvorschlag für den Koalitionsvertrag: „Das Land Berlin leitet umgehend ein Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans ein, um die A100-Trasse zu streichen und gemeinwohlorientierte Nutzungen abzusichern. Dem Bund sowie seinen Betreibergesellschaften werden keinerlei landeseigene oder bezirkliche Grundstücke, Straßenteile oder Nutzungsrechte zur Verfügung gestellt. Sondernutzungserlaubnisse für bauvorbereitende Maßnahmen werden konsequent versagt.“
3. Kommunale Planungsabwehr & Schutz von Gewerbe, Wohnen und Kultur
Was gefordert wird: Unterstützung der betroffenen Bezirke (Friedrichshain-Kreuzberg, Treptow-Köpenick, Lichtenberg) bei der städtebaulichen Aufwertung und Sicherung des Trassenraums für die A100.
Erläuterung: Entlang der geplanten Trasse liegen schutzwürdige Wohngebiete, Gewerbehöfe, Kulturorte und grüne Freiräume. Durch den gezielten Einsatz städtebaulicher Instrumente – wie Bebauungspläne und Milieuschutzgebietssatzungen – bauen die Bezirke Schutzmauern auf, die der Bundesplanung im Wege stehen und den Weiterbau massiv erschweren und verkomplizieren.
Textvorschlag für den Koalitionsvertrag: „Der Senat unterstützt die betroffenen Bezirke vollumfänglich bei der Ausschöpfung aller kommunalen Planungsinstrumente (u. a. Bebauungspläne, Veränderungssperren, Milieuschutz), um Kulturorte, Gewerbehöfe, bezahlbaren Wohnraum und Grünflächen entlang der Trasse vor Autobahnplanungen zu schützen und alternative städtebauliche Entwicklungsperspektiven umzusetzen.“
Was gefordert wird: Auskunftsklagen gegen den Bund zur Offenlegung der echten Baukosten sowie Ausschöpfung aller rechtlichen Mittel gegen einen Planfeststellungsbeschluss.
Erläuterung: Der 16. Bauabschnitt gehört zu den teuersten Straßenprojekten Deutschlands. Wenn Berlin die Offenlegung der realen Baukosten und Nutzen-Kosten-Rechnungen des Bundes durchsetzt, lässt sich das Projekt wissenschaftlich entzaubern. Fällt der Nutzen-Kosten-Quotient durch die Baupreisexplosion unter die kritische Schwelle von 1,0, verliert der 17. Bauabschnitt der A100 seine Legitimation im Bundesverkehrswegeplan.
Textvorschlag für den Koalitionsvertrag: „Der Senat fordert vom Bund die vollständige Offenlegung aller Kosten-Nutzen-Berechnungen und Realszenarien der A100 und setzt diesen Anspruch gegebenenfalls gerichtlich durch. Das Land Berlin unterstützt Klageverfahren der Bezirke und wird im Falle der Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens alle rechtlichen Beteiligungs- und Rechtsschutzmöglichkeiten ausschöpfen.“
5. Qualifizierter Dauerabschluss des 16. Bauabschnitts der A100 („Netzbremser“)
Was gefordert wird: Umgestaltung des Autobahnendes am Treptower Park / Elsenstraße zur wirksamen Verkehrsberuhigung der angrenzenden Kieze.
Erläuterung: Solange der Verkehr ungehindert am Treptower Park ins Wohngebiet rollt und Verkehrschaos erzeugt, nutzt der Bund genau diese Belastung als Vorwand für den Weiterbau. Drosselt Berlin die Abfahrten gezielt – etwa durch Pförtnerampeln, Spurreduzierung, fußgängerfreundliche Ampelschaltungen sowie Vorrang für Bus und Radverkehr, schützt das nicht nur die angrenzenden Kieze vor der Blechlawine. Es hebelt auch die Modellrechnungen des Bundes aus, die eine „zwingende Verlängerung“ zur Storkower Straße behaupten.
Textvorschlag für den Koalitionsvertrag: „Der 16. Bauabschnitt wird als dauerhaftes Ende der A100 verkehrlich und städtebaulich qualifiziert. Bis 2027 legt der Senat ein Gesamtkonzept für den Bereich Am Treptower Park / Elsenstraße vor. Zur Entlastung der Wohngebiete priorisiert Berlin kapazitätsbegrenzende Maßnahmen der Verkehrssteuerung (Pförtnerung), den Vorrang für den Umweltverbund (ÖPNV, Rad- und Fußverkehr) sowie Kiezschutzmaßnahmen.“
Hintergrundinformationen: Warum die Weichen JETZT gestellt werden müssen
Die Bedarfsplan-Falle: Der 17. Bauabschnitt ist im gesetzlichen Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen verankert (Projektnr. 427, Kategorie Laufend und fest disponiert). Sofern das Land Berlin nicht aktiv dagegenhält, läuft die Planungsmaschinerie der Bundesbehörden im Hintergrund ungebremst weiter.
2027 als kritische Jahresmarke: Die Autobahn GmbH plant für 2027 die formalen Schritte zur Einleitung des Planfeststellungsverfahrens. Läuft dieses Verfahren erst einmal, verengt sich der politische Handlungsspielraum des Landes drastisch. Berlin muss seine Blockade- und Steuerungsinstrumente vor diesem Zeitpunkt lückenlos im Koalitionsvertrag festlegen und umsetzen.
Verkehrliche Realität seit der Eröffnung des 16. Bauabschnitts: Seit der Freigabe zeigt sich am Treptower Park das vorhergesagte Chaos im Wohnumfeld. Ein Weiterbau löst dieses Nadelöhr nicht, sondern verlagert die Blechlawine nur ein Stück weiter nach Friedrichshain und Lichtenberg. Berlin muss das Ende der Autobahn am Treptower Park jetzt eigenständig verkehrlich steuern und den 17. Bauabschnitt der A100 stoppen.
Der neue Berliner Amphibienbericht zeigt einen dramatischen Rückgang großer Amphibienvorkommen. Für den 16. Bauabschnitt der A100 wurden Kleingärten, Teiche und wertvolle Lebensräume zerstört. Beim geplanten Weiterbau nach Lichtenberg drohen weitere Eingriffe. Dabei könnten gerade die heute für die Autobahn freigehaltenen Flächen neue Lebensräume für Frösche, Kröten und Molche bieten.
Wer damals durch die für den Bau der A100 von Neukölln nach Treptow bereits gekündigten Neuköllner Kleingärten ging, vergisst diese Bilder nicht: In den fast ausgetrockneten Gartenteichen zwischen bereits ausgeräumten Parzellen sammelten sich zahlreiche Teichmolche – verzweifelt auf der Suche nach Wasser und Schutz. Wir haben damals versucht zu retten, was zu retten war. Doch wo einst Leben blühte, das Quaken der Frösche zu hören war und Kinder staunend Molche beobachteten, walzten wenig später die Bagger alles nieder.
Der am 8. Oktober 2026 erschienene Amphibienbericht der Stiftung Naturschutz Berlin belegt nun schwarz auf weiß, was wir damals mit Schmerz mitansehen mussten: Die Bestände von Amphibien in der Hauptstadt sind um fast drei Viertel eingebrochen.
Die Bittere Bilanz des 16. Bauabschnitts der A100 (Neukölln bis Treptow)
Der Bericht hebt hervor, wie überlebenswichtig gerade Kleingartenanlagen (KGA) trotz ihres geringen Flächenanteils (ca. 3 %) als Vernetzungsstrukturen, Sommerlebensräume und Winterquartiere sind: Knappe 16 % aller Amphibiennachweise in Berlin stammen aus oder direkt an KGA.
314 Parzellen in Neukölln auf 12,5 Hektar Fläche wurden abgerissen.
8,8 Hektar wertvoller Naturboden wurden dauerhaft unter Beton und Asphalt versiegelt.
447 große Einzelbäume sowie unzählige Obstgehölze und Hecken wurden gerodet.
32 weitere Kleingärten fielen in Treptow dem Bau der A100 zum Opfer.
Mit der Zerstörung dieser Gärten gingen unzählige kleine Biotope verloren – darunter grabfähige Böden für die seltene Knoblauchkröte, die vertrauten Laichgewässer und zahlreiche weitere Rückzugsorte. Der 16. Bauabschnitt der A100 steht als trauriges Mahnmal dafür, wie die Berliner Verkehrspolitik der Natur systematisch den Lebensraum raubt.
Die Alibi-Bilanz der Behörden: Nur 39 Tiere gerettet
Wie unzureichend der offizielle Artenschutz beim Abriss der Neuköllner Kleingärten gehandhabt wurde, belegt eine Kleine Anfrage im Berliner Abgeordnetenhaus (Drucksache 17/10053). Laut der Antwort der Senatsverwaltung wurden im Frühjahr 2011 entlang eines 720 Meter langen Fangzauns mit 36 Eimern lediglich 31 Grasfrösche und 8 Teichmolche offiziell abgefangen und umgesetzt.
Diese rein bürokratische Maßnahme war nach zwei Monaten im April beendet – lange bevor die Bagger die Teiche im Mai endgültig trockenlegten. Die offizielle Erfassung hat die tatsächlichen Bestände auf der 12,5 Hektar großen Fläche massiv unterschätzt. Erst durch die spontanen Rettungsaktionen von engagierten Kleingärtnern und Naturschützern konnten im Mai weitere Tiere vor dem sicheren Tod auf der Baustelle bewahrt werden.
17. Bauabschnitt stoppen: Drohende Zerstörung in Lichtenberg verhindern
Diesen Fehler dürfen wir nicht wiederholen. Der geplante 17. Bauabschnitt der A100 von Treptow weiter nach Lichtenberg zur Storkower Straße droht, die verbliebenen schützenswerten Korridore vollends zu vernichten.
Im Bereich zwischen der Scheffelstraße, den Ringbahngleisen und dem Stadtpark Lichtenberg sowie entlang der Grünfläche zwischen der Wilhelm-Guddorf-Straße und dem Bahndamm gibt es noch wertvolle Rückzugsräume für die Stadtnatur. Die bewachsenen Bahndämme und Grünflächen könnten Amphibien wie Erdkröten, Molchen und Fröschen Schutz, Winterquartiere und Wanderwege bieten. Der Weiterbau der A100 droht, diese Grünräume zu zerstören und ihre Verbindungen zu unterbrechen. Was der Stadtnatur hier noch geblieben ist, müssen wir schützen!
Hoffnung schaffen: Vorhalteflächen in grüne Oasen verwandeln
Ein endgültiger Baustopp der A100 bringt nicht nur den Menschen in unserer Stadt wertvolle Erholungsräume und saubere Luft zurück, sondern ist auch eine Herzensangelegenheit für den Artenschutz. Wenn wir die Bagger stoppen, können frei werdende A100-Vorhalteflächen gezielt zu neuen, blühenden Lebensräumen aufgewertet werden.
Potenziale dafür liegen auf der geplanten A100-Trasse:
Vorhaltefläche am Ostkreuz (Markgrafendamm / Südkurve S9): Diese knapp 1 Hektar große Fläche bietet Platz für einen neuen städtischen Amphibienlebensraum. Mit fischfreien Kleinbiotopen, Totholzriegeln und feuchten Schutzzonen könnte hier wieder Leben einziehen.
Ehemaliger Güterbahnhof Lichtenberg: Die Brachflächen des ehemaligen Güterbahnhofs grenzen direkt an den Stadtpark Lichtenberg (der bereits ein Gewässer beherbergt) und an die naturnahen Bereiche rund um die Villa Kuriosum an der Scheffelstraße. Durch einen Biotopverbund an dieser Stelle entstünde ein geschützter Park- und Naturraum, in dem sich Amphibien wieder dauerhaft ausbreiten können.
Klare Forderung an die laufenden Sondierungsgespräche
Aktuell verhandeln SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen in Berlin über eine neue Landesregierung. Alle drei Parteien haben vor der Wahl versprochen, sich gegen den Weiterbau der A100 einzusetzen.
Wir fordern die Verhandlungsteams auf, dieses Versprechen einzulösen:
Der endgültige Ausstieg aus dem 17. Bauabschnitt der A100 muss im Koalitionsvertrag verankert werden.
Die Trassen- und Vorhalteflächen müssen dauerhaft gesichert und als grüne Biotopverbunde hergerichtet werden.
Wir haben 2011 gesehen, wie wertvoll jedes einzelne Tierleben in den Neuköllner Kleingärten war. Sorgen wir dafür, dass wir in Zukunft keine Molche mehr aus austrocknenden Kleingarten-Tümpeln retten müssen, sondern ihnen wieder einen Ort geben, an dem sie dauerhaft leben können!
Komm am Samstag, 12. September 2026, zur Demo „A100 wegbassen“ in Berlin und setze ein Zeichen gegen den Weiterbau der Stadtautobahn A100! Um 13 Uhr startet der Demozug am RAW-Gelände in Friedrichshain und zieht zum Roten Rathaus. Die Demo ist Teil der großen Sterndemo „Zeit, dass sich was dreht“ und richtet sich insbesondere gegen den geplanten 17. Bauabschnitt der A100 von Treptower Park bis zur Storkower Straße. Sei dabei und demonstriere für eine lebenswerte, umweltfreundliche Stadt ohne neue Autobahnen!
Die neuesten Zahlen der Bundesregierung bestätigen die schlimmsten Befürchtungen: Die Kosten für den 16. und 17. Bauabschnitt der Berliner Stadtautobahn A100 steigen unaufhaltsam. Innerhalb eines Jahres sind die prognostizierten Gesamtkosten für beide Bauabschnitte um 18 % gestiegen – von 1,53 Milliarden Euro im Jahr 2023 auf 1,8 Milliarden Euro im Jahr 2024. Und ein Ende der Kostenexplosion ist nicht absehbar.
Während wichtige Infrastrukturprojekte für den öffentlichen Nahverkehr oder Radwege aus finanziellen Gründen auf Eis gelegt werden, werden hier weiterhin Milliarden an Steuergeldern verschwendet. Im Worst-Case-Szenario könnte der Ausbau der A100 bis zu 4 Milliarden Euro verschlingen!
⚡️ Kostensteigerung um das 2,4-Fache – und das ist erst der Anfang
Bereits beim 16. Bauabschnitt (Autobahndreieck Neukölln – Anschlussstelle Treptower Park) zeigt sich eine dramatische Kostensteigerung. 2003 wurden die Kosten auf 312,6 Mio. Euro veranschlagt, doch inzwischen sind sie auf 720 Mio. Euro gestiegen – eine Erhöhung um das 2,3-Fache.
Beim 17. Bauabschnitt (Treptower Park – Frankfurter Allee/Storkower Straße) sieht es noch dramatischer aus: Ursprünglich mit 455 Mio. Euro kalkuliert, liegen die aktuellen Schätzungen bereits bei 1,08 Milliarden Euro – eine Steigerung um das 2,4-Fache. Und das, obwohl dieser Abschnitt noch nicht einmal fertig durchgeplant ist!
🤔 Wie teuer wird der 17. Bauabschnitt am Ende?
Die bisherigen Entwicklungen lassen vermuten, dass die Baukosten für den 17. Bauabschnitt weiter steigen werden. Eine vorsichtige Prognose zeigt:
Fortsetzung des bisherigen Trends: Endgültige Kosten von rund 2,6 Milliarden Euro (1,08 Mrd. Euro × 2,4).
Moderate Steigerung (Faktor 1,5): Kosten von ca. 1,6 Milliarden Euro.
Worst-Case-Szenario mit Verdreifachung: Über 3,2 Milliarden Euro!
🛠️ A100-Tunnel: Ein unkalkuliertes Risiko
Ein erheblicher Kostenfaktor ist der geplante Tunnel zwischen Ostkreuz und Frankfurter Allee. Tunnelbauten sind bekanntlich komplex, technisch anspruchsvoll und teuer. Die Bundesregierung bestätigt, dass die bisherigen Kostenschätzungen diesen Teil des Projekts bereits berücksichtigen. Doch wie realistisch sind diese Schätzungen angesichts der technischen Herausforderungen und möglicher unvorhergesehener Probleme? Erfahrungen aus anderen Großprojekten zeigen, dass Tunnelbauten oft deutlich teurer werden als geplant. Es ist zu befürchten, dass auch hier die Kosten weiter in die Höhe schießen werden.
🌍 Stadtklima massiv betroffen
Neben den finanziellen Aspekten sorgt auch die ökologische Dimension für massive Kritik. Der massive Flächenverbrauch durch die Autobahn führt zu einer weiteren Versiegelung der Stadt. Besonders in dicht bebauten Innenstadtvierteln heizen sich Straßen und Gebäude an heißen Sommertagen stark auf und kühlen nachts kaum noch ab. Dieser sogenannte Wärmeinseleffekt verstärkt die sommerliche Überhitzung der Stadt und beeinträchtigt die Lebensqualität der Anwohner erheblich. Gleichzeitig gehen wertvolle Grünflächen verloren, die als natürliche Kühlungszonen dienen und für eine klimaresiliente Stadtentwicklung entscheidend sind.
💸 Wer zahlt für dieses Megaprojekt?
Die Finanzierung dieses milliardenteuren Autobahnprojekts erfolgt aus Bundesmitteln – also aus Steuergeldern. Währenddessen fehlen dringend benötigte Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr, den Rad- und Fußverkehr sowie nachhaltige Mobilitätsprojekte. Die A100 ist damit nicht nur eine ökologische Katastrophe, sondern auch ein finanzielles Desaster, der auf Kosten aller geht.
❌ Warum dieses Projekt sofort gestoppt werden muss
✅ Verkehrspolitisch überholt: Während andere Städte weltweit auf nachhaltige Mobilität setzen, wird hier weiter auf eine autobahnzentrierte Verkehrspolitik gesetzt, die Stau und Umweltzerstörung fördert.
🌿 Ökologisch unverantwortlich: Die A100 zerstört wertvolle Stadträume und Grünflächen, versiegelt große Flächen und trägt zur Überhitzung der Innenstadt im Sommer bei.
📈 Finanziell ruinös: Statt Milliarden in eine überflüssige Autobahn zu stecken, sollten die Mittel in den Ausbau des ÖPNV, von Radwegen und sozialer Infrastruktur fließen.
⚠️ Jetzt handeln – A100 stoppen!
Das Aktionsbündnis A100 stoppen fordert einen sofortigen Baustopp des 16. Bauabschnitts der A100 und die Aufgabe der Planungen des 17. BA. Jeder weitere Euro, der in dieses Projekt fließt, ist eine Verschwendung von Steuergeldern, die dringend für nachhaltige Mobilität benötigt werden.
Sebastian Schlüsselburg, seit 2016 mit Direktmandat im Berliner Abgeordnetenhaus, ehemaliges Mitglied der Linken und nun SPD-Politiker, spricht im Interview mit Tobias Trommer vom Aktionsbündnis „A100 stoppen“ über die umstrittene Stadtautobahn A100 in Berlin. Er erläutert seine ablehnende Haltung zum 17. Bauabschnitt der Autobahn und seine Vision für eine nachhaltige Verkehrspolitik.
Schlüsselburg betont, dass der massive Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs entscheidend für eine zukunftsfähige Mobilität in Berlin ist. Außerdem unterstreicht er die Bedeutung echter Bürgerbeteiligung bei Großprojekten wie der A100, wobei direkte Demokratie – beispielsweise Volksentscheide auch auf Bundesebene – aus seiner Sicht ein wichtiges Mittel sein sollte, um den Einfluss der Bürger zu stärken.
Die Positionen von Sebastian Schlüsselburg
Zum 16. Bauabschnitt der A100
Sebastian Schlüsselburg betrachtet den bereits umgesetzten 16. Bauabschnitt von Neukölln nach Treptow als einen realisierten Fakt. Er fordert, ihn solange nicht in Betrieb zu nehmen, bis es ein integriertes Verkehrskonzept für den Bereich Treptow/Elsenbrücke einschließlich deren vollständiger Wiederinbetriebnahme gibt. Er betont, dass die Planungen und der Bau auf die falsche Verkehrspolitik der Vergangenheit setzen, die den Fokus zu stark auf den Individualverkehr gelegt hat.
Zum 17. Bauabschnitt der A100
Klare Ablehnung: Der 17. Bauabschnitt widerspricht laut Schlüsselburg den Zielen einer nachhaltigen und klimagerechten Stadtentwicklung. Die hohen Kosten und die erheblichen Eingriffe in Wohngebiete und Natur machen dieses Projekt aus seiner Sicht unverantwortlich. Sebastian Schlüsselburg: Wie der Ex-Linke in der SPD die A100 stoppen will 🛑 weiterlesen
Die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag (DS 20/13988, s.u.) verdeutlicht erneut die erheblichen Unsicherheiten und problematischen Aspekte beim geplanten 17. Bauabschnitt der Berliner Stadtautobahn A100 nach Lichtenberg. Hier die wichtigsten Punkte:
🚧 Unklarer Zeitplan und Verzögerungen
Die Bundesregierung konnte keinen belastbaren Fertigstellungstermin für den 17. Bauabschnitt benennen. Laut aktueller Planung soll die technische Detailplanung frühestens 2025 beginnen, gefolgt vom Planfeststellungsverfahren ab 2027. Angesichts der langen Vorlaufzeiten bleibt die Inbetriebnahme des Projekts in weiter Ferne und wirft Zweifel auf, ob das Vorhaben überhaupt im geplanten Rahmen realisierbar ist.
💰 Explodierende Kosten ohne klare Grundlage
Die geschätzten Gesamtkosten für den 16. und 17. Bauabschnitt stiegen innerhalb eines Jahres drastisch an – von 1,525 Milliarden Euro auf 1,802 Milliarden Euro. Dabei verweist die Bundesregierung lediglich auf „künftige Baupreissteigerungen“ und nicht näher spezifizierte Risiken, ohne detailliert darzustellen, wie sich die Kostensteigerungen auf die beiden Bauabschnitte verteilen. Das lässt erhebliche Zweifel an der Transparenz und Wirtschaftlichkeit des Projekts aufkommen.
🌉 Tunnel unter der Spree?
Besonders brisant ist die Aussage der Bundesregierung, dass im Rahmen der Grobplanung geprüft werde, den ohnehin geplanten Tunnel im Bereich des Ostkreuzes nach Süden zu verlängern – auch unter die Spree hindurch. Die Tunnelverlängerung würde nicht nur die Kosten weiter in die Höhe treiben, sondern auch zu neuen ökologischen und städtebaulichen Konflikten führen. Dabei wird deutlich, dass alternative Varianten, wie Brückenlösungen, in früheren Planungen zwar untersucht, jedoch nicht weiterverfolgt wurden. 🚨 Verzögerungen, Kostenexplosionen und Tunnelverlängerungen – Die Wahrheit über den 17. Bauabschnitt der A100 weiterlesen
Am 30. Mai 2012 laden die Bewohner der Wartenbergstraße 22 zum Tag vor der Tür ein. Es geht darum zu verhindern, dass dieses Wohnhaus geräumt wird.
Wir von A100stoppen unterstützen diese Aktion ausdrücklich! Kommt vorbei!
Von 10.00 – 15.00 Uhr stehen die Wartenburger bereit.
Um 13.00 Uhr wird es eine Kundgebung mit Redebeiträgen geben.
Es sprechen:
– Wartenburg: Aktuelle Rechtssituation des Hauses / des Gebietes
– A100stoppen: Aktueller Stand zur A100
– Klimaliste-Berlin: Generell zu Autobahnen
– Die Grünen: Wohnungspolitik in Lichtenberg + Autobahnbau in Berlin (angefragt)
– Die Linke: Wohnungspolitik in Lichtenberg + Autobahnbau in Berlin (angefragt)
Es wird Infostände geben:
– Sammeln von Unterschriften für die BVV Einreichung – Sammeln von Berichten von Zeitzeugen mit vorbereiteten “Erklärungen an Eidesstatt” über die Bezeugung der vorherigen Wohnnutzung – Infostand Aktionsbündnis A100stoppen
Organisiert von den Fahrradfreundlichen Netzwerken Lichtenberg und Friedrichshain, Changing Cities e.V., Bürgerinitiativen Kaskelkiezblock und Ostkreuz – Kiez für alle
Wir waren dabei.
Die Initiatoren fordern sichere Fahrradwege auf der Boxhagener Straße und Markstraße. Seit Jahren wird der Fuß- und Radverkehr rund um das Ostkreuz benachteiligt. Das Radfahren ist lebensgefährlich und auf dem Gehweg und im Halteverbot parken Autos.
Als im November 2020 wieder ein abbiegender LKW einen Radfahrer an der Kreuzung Karlshorster Straße / Ecke Hauptstraße überrollte, wurde die Forderung nach Sofortmaßnahmen durch das Lichtenberger Bezirksamt erneut nicht ernst genommen. Stattdessen soll auf den Bürgersteigen unter der Brücke der Karlshorster Straße ein zu kurzer, zu schmaler, nicht mit dem Mobilitätsgesetz konformer und überteuerter „Radweg-Stummel” markiert werden. Der Rest der Markstraße bleibt gefährlich, der Verkehr wird monatelang durch den Kaskelkiez geleitet, belastet und gefährdet dort die Anwohner.
Die Demo richtete sich gegen die Verschleppung der Verkehrswende am Ostkreuz, einem der modernsten Bahnhöfe Berlins, und gegen das Durchgangs-Verkehrschaos im Kiez.
Um die 200 Teilnehmer folgten dem Aufruf. Auf diesem Kiezspaziergang durch den Kaskelkiez mit kurzen Stopps für Erläuterungen und Redebeiträge fand an der Ecke Neue Bahnhofsstraße / Boxhagener Straße die Abschlusskundgebung statt. An einem Ort, der genau auf der geplanten Trassenführung des 17. Bauabschnitts der A100 liegt.
Sei dabei beim Protest-Rave am Samstag, 25.5.2019
von 14 bis 18 Uhr
Elsenbrücke, direkt am S-Bahnhof Treptower Park
A100 STOPPEN! // NO HIGHWAY THROUGH PARADISE!
Keine Autobahn über die Elsenbrücke!
Wir tanzen gegen den Weiterbau der Stadtautobahn A100 durch Treptow, Friedrichshain und Lichtenberg! Es wäre auch das Ende vieler Clubs!
Berlin will verkehrspolitisch nachhaltig, emissionsarm und innovativ sein? Gerne! Aber dann rollt Euren Autobahnplan gleich wieder ein!
Dieser Plan einer Stadtautobahn ist aus dem letzten Jahrtausend und will sich durch unsere Kieze, unsere kurzen Alltagswege und unsere kulturstiftenden Clubs wälzen.
Wir fordern eine Elsenbrücke als Spreebalkon für alle!
Mit viel Raum für Fußgänger, Radfahrer und Sonnenuntergangsanbeter.
Aufenthaltsqualität statt Autobahnwahn! Komm and rave für Deinen Freiraum!
Es musizieren: Bloody Mary, Fadi Mohem, Sebastian Voigt und Rodmin
Es sprechen Aktive von Changing Cities, vom Aktionsbündnis A100 stoppen und der vom Autobahnbau bedrohten Clubs.
Am 21.6.2017 luden wir zu einer Diskussionsveranstaltung „Wohnen statt Autobahn?“ in das Nachbarschaftszentrum Kiezspinne ein.
Der Geschäftsführer des BUND Berlin e.V. Tilmann Heuser, der Stadtplaner + Mobilitätsforscher Dr. Ing. Tim Lehmann vom ium-institut für urbane mobilität sowie Heidi Dlubek und Tobias Trommer vom Aktionsbündnis A100 stoppen gaben Anregungen, wie die für die Stadtautobahn A100 vorgehaltenen Flächen entwickelt werden können, wenn die geplante Autobahn nicht gebaut wird.
Laut Machbarkeitsstudie und Potenzialanalyse für Postautobahn-Wohnungsbau des ium-Instituts für Urbane Mobilität können ca. 8.800 zusätzliche, zentrale und bezahlbare Wohnungen für 22.000 Menschen auf der geplanten A100-Trasse entstehen.
Zur Studie vom ium-Institut für Urbane Mobilität (pdf, 2,4 MB)
Herzliche Einladung zur
Diskussionsveranstaltung „Wohnen statt Autobahn?“
am Mittwoch, 21.6.2017 um 18:00 Uhr
in der Kiezspinne
Schulze-Boysen-Str. 38
10365 Berlin-Lichtenberg
Wie können die für die Stadtautobahn A100 blockierten Lebensräume menschengerecht genutzt werden?
Wir laden Sie herzlich ein zur Diskussion!
Auf dem Podium:
Tilmann Heuser,
Geschäftsführer des BUND Berlin e.V.
Dr. Ing. Tim Lehmann,
Stadtplaner + Mobilitätsforscher, ium-institut für urbane mobilität
Heidi Dlubek, Aktionsbündnis A100 stoppen!
Tobias Trommer, Aktionsbündnis A100 stoppen!
Die für den Ausbau der Stadtautobahn A100 vorgehaltenen Flächen können jahrzehntelang volkswirtschaftlich nicht sinnvoll genutzt werden und das Land Berlin verzichtet dadurch jedes Jahr auf Einnahmen in Millionenhöhe.
Aber wie können die Flächen entwickelt werden, wenn die geplante Autobahn nicht gebaut wird?
Auf der Veranstaltung werden wir Studien und Visionen zur Diskussion stellen, wie die für die Stadtautobahn A100 blockierten Lebensräume menschengerecht genutzt werden können.
Am 1.9.2016 luden wir Verantwortliche der Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg und Lichtenberg und Kandidatinnen und Kandidaten der im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien, die sich gegen den Ausbau der Stadtautobahn A100 einsetzen, zu einer Pressekonferenz in den Magdalena-Club ein, um kurz vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl am 18.9.2016 ein klares Signal für eine Wende in der Berliner Verkehrspolitik zu setzen.
Auf dem Podium (in alphabetischer Reihenfolge): Kandidatinnen/ Kandidaten für das Abgeordnetenhaus
Grüne: Harald Moritz, verkehrspolitischer Sprecher für Straßen- und Luftverkehr im Abgeordnetenhaus
Linke: Harald Wolf, verkehrs- und energiepolitischer Sprecher im Abgeordnetenhaus
Piraten: Fabio Reinhardt, Sprecher für Integrations- und Flüchtlingspolitik sowie Mitglied im Hauptausschuss
SPD: Peggy Hochstätter, BVV-Fraktion Friedrichshain-Kreuzberg und Kandidatin für das Abgeordnetenhaus Bezirke, die sich gegen die Verlängerung der A100 wenden
Friedrichshain-Kreuzberg: Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne)
Lichtenberg: stellv. Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat Andreas Prüfer (Linke)
Im Anschluss an die Pressekonferenz Fototermin mit Politikerinnen, Politikern und Aktiven des Aktionsbündnis A100 stoppen mit Blick über die geplante Autobahntrasse. (Bilder in hoher Auflösung auf Anfrage). Der Club Magdalena befindet sich direkt auf der geplanten Stadtautobahn und ist vom Ausbau der A100 bedroht.
Mehr als 10.000 Menschen kamen am Samstag, 30.7.2016 zum Zug der Liebe. Wir demonstrierten dort gegen den Ausbau der Stadtautobahn A100 von Berlin-Neukölln nach Treptow, Friedrichshain und Lichtenberg.
In Kooperation mit dem Magdalena-Club waren wir mit einem eigenen Wagen und einem Redebeitrag auf der Abschlusskundgebung dabei. Unser Wagen stellte ein Monster dar, dass bunte Menschen, Pflanzen und Häuser zerstört und eine graue Autobahn-Betonpiste mit stinkenden Autos hinterlässt. Die Demo begann um 14 Uhr auf der Karl-Marx-Allee zwischen Strausberger Platz und Alexanderplatz und endete in der Stralauer Allee.
Der Aufruf zur Demonstration:
Macht alle mit bei unserer Fahrrad-Skater-Demo am 18.6.2016: Keine Autobahn durch Treptow, Friedrichshain & Lichtenberg!
Treffpunkt: Samstag, 18.6.2016 um 14:00 Uhr am S-Bahnhof Treptower Park (Fußgängerbereich Ecke An den Treptowers/ Martin-Hoffmannstr. Nordseite)
Route: Wir fahren vom S-Bahnhof Treptower Park über die Elsenbrücke, Alt-Stralau, Kynaststraße, Kynastbrücke, Boxhagener Straße, Neue Bahnhofstraße und Zwischenkundgebung am Annemirl-Bauer-Platz/ Ecke Sonntagstraße/Simplonstraße
Dann wieder Neue Bahnhofstraße, Gürtelstraße, Möllendorffstraße, Storkower Straße und Abschluss an der Ecke Rudolf-Seiffert-Straße.
Unser Kommentar zum Artikel in „Die Welt“ vom 28.4.2016: „Verkehrssenator verteidigt Weiterbau der A100“. Zur Klarstellung: Herr Geisel ist nicht der Verkehrssenator, obwohl man diesen Eindruck gewinnen könnte, sondern Senator für Stadtentwicklung und Umwelt. Und die Autobahn endet nicht am Frankfurter Tor. Dies könnte ein Fehler der Redaktion sein. Die A100 soll an der Storkower Straße enden. Herr Geisel ist ausdrücklich für den Weiterbau der A100.
Herr Geisel weiß um die veränderte Mobilität in Berlin, aber trotzdem „muss noch die eine oder andere Straße gebaut werden“ – wörtliche Aussage von ihm auf der Veranstaltung „Dialog – Bürgerinnen und Bürger fragen – Der Regierende Bürgermeister antwortet“ am 15. Dezember 2015 im ehemaligen Rathaus Kreuzberg.
Am Freitag, 22. April 2016 luden wir zur Pressekonferenz zum Thema: „Bundesverkehrswegeplan 2030: Bürgerbeteiligung bei A100 ausgebremst?“ ein. Sie fand im Nachbarschaftszentrum Kiezspinne in Berlin-Lichtenberg, die sich in unmittelbarer Nähe der geplanten Autobahntrasse befindet, statt. Einladung zur Pressekonferenz
Auf dem Podium waren Gesine Lötzsch (Die Linke), Vorsitzende des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages, Tilmann Heuser (Geschäftsführer des BUND Berlin), Harald Moritz (Bündnis90, Die Grünen) Verkehrspolitischer Sprecher für Straßen- und Luftverkehr und Tobias Trommer (Aktionsbündnis A100 stoppen).
Anlass war die Öffentlichkeitsbeteiligung zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 und die Planung des Berliner Senats und das Bundesverkehrsministerium (BMVI) den Weiterbau der Stadtautobahn A100 vom Treptower Park bis zur Storkower Straße als 17. Bauabschnitt. Genau dieser Bauabschnitt erscheint im Entwurf zum Bundesverkehrswegeplan 2030 nicht als selbstständiges Projekt, sondern wurde mit dem im Bau befindlichen 16. Abschnitt (Neukölln bis Treptower Park) zu einem Projekt zusammengefasst. Damit wird das Gesamtprojekt als fest disponiert und im Bau eingestuft.
Aktion zum Erhalt des „Grünen Bandes“ in Berlin-Lichtenberg am 12.4.2016 im Park zwischen S-Bahn-Gleis und dem Wohnblock der Wilhelm-Guddorf-Straße
Die Grünanlage „Grünes Band“ hinter der Kiezspinne in Berlin-Lichtenberg ist vom geplanten Ausbau der Stadtautobahn A100 bedroht. Laut Bundesverkehrswegeplan befindet sich hier eine doppelstöckige Autobahn als fest disponiertes Projekt im Bau.