PRESSEMITTEILUNG, Berlin, 29. Oktober 2026
Vor dem Landesparteitag der Linken am 31. Oktober, auf dem über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit SPD und Grünen entschieden wird, legt das Aktionsbündnis A100 stoppen konkrete Textbausteine für den Koalitionsvertrag vor. Ziel ist es, die Ablehnung des 17. Bauabschnitts der A100 aus dem Sondierungspapier in verbindliche und wirksame Maßnahmen zu übersetzen.
SPD, Grüne und Linke haben sich im Sondierungspapier darauf verständigt, den Weiterbau der A100 abzulehnen. Damit daraus mehr als eine Absichtserklärung wird, muss das Land Berlin seine Handlungsspielräume gegenüber dem Bund konsequent nutzen. Das Aktionsbündnis schlägt dazu fünf konkrete Punkte für den Koalitionsvertrag vor:
- Einstellung der Bundesplanung & Bundesratsinitiative: Verhandlungen mit dem Bund und Initiierung einer Bundesratsinitiative zur Streichung aus dem Bedarfsplan.
- Flächennutzungsplan & Flächenverweigerung: Änderung des FNP sowie die konsequente Verweigerung landeseigener und bezirklicher Grundstücke für die Autobahn GmbH.
- Kommunale Planungsabwehr: Konsequente Einbringung städtebaulicher Belange (u. a. Milieuschutz) durch die betroffenen Bezirke gegen die Bundesplanung.
- Kostentransparenz & Rechtsschutz: Offenlegung aller realen Kosten-Nutzen-Rechnungen des Bundes sowie Ausschöpfung aller rechtlichen Mittel.
- Dauerhafter Netzbremser: Qualifizierung des 16. Bauabschnitts als dauerhaftes Autobahnende mit gezielter Verkehrsberuhigung am Treptower Park.
Die detaillierten Forderungen und fertigen Textvorschläge stehen online unter:
👉 www.a100stoppen.de/koalitionsvertrag-a100-stoppen/
Tobias Trommer, Sprecher des Aktionsbündnisses A100 stoppen:
„Die Absage an den 17. Bauabschnitt der A100 im Sondierungspapier ist ein wichtiger Schritt. Wenn eine zukünftige rot-grün-rote Koalition im Koalitionsvertrag die rechtlichen und planerischen Spielräume Berlins konsequent nutzt, kann der drohende Weiterbau der A100 endgültig gestoppt werden.“
Tobias Trommer weiter:
„Die Verlängerung der A100 bis zum Treptower Park hat gezeigt, welche Belastung eine Autobahn mitten in der Stadt anrichtet. Deshalb muss der Koalitionsvertrag klar regeln, dass hier dauerhaft Schluss ist und die Anwohner durch gezielte Verkehrssteuerung geschützt werden.“
