Aktion „Kein weiterer Fernstraßenneubau!“ am 13.3.2013 in Leipzig – Macht mit!

Am Mittwoch, 13. März 2013 verhandelt das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) in Leipzig eine Klage des BUND Hessen gegen einen Planfeststellungsbeschluss der lange umkämpften Autobahn A44 von Kassel nach Eisenach.

Um eigene Präsenz zu zeigen und den aus Nordhessen herbeigeholten und dort demonstrierenden Autobahnbefürwortern etwas entgegen zu setzen, ruft „Solidarische Mobilität“ gemeinsam mit Bürgerinitiativen und dem Bundesnetzwerk Verkehr mit Sinn zu einer Aktion auf dem Vorplatz (Simsonplatz) um 9.00 Uhr auf.

Es soll ein deutliches Zeichen gegen scheinbar ungebremsten Fernstraßenbau gesetzt werden: Echte Verkehrswende – und keine Fortschreibung alter und neuer Projekte im Bundesverkehrswegeplan 2015.

Unterstützer/innen aus Berlin sind herzlich eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen und A100-Stoppen-Transparente und kreative Ideen mitzubringen. Rückmeldungen bitte an Klaus Schotte, der auch die Aktion vor Ort koordiniert: E-Mail k.schotte@nexgo.de, Tel. 0341 – 26 44 00 25

Hintergrund zur Autobahn A44 – Einige Schlaglichter

– 64 km lange Autobahn-Planung von Kassel nach Wommen (Eisenach)
– gehört nach BUND-Einschätzung zum „Dreckigen Dutzend“ der Autobahnprojekte
– seit über 20 Jahren umstritten, nur ein Abschnitt ist in Betrieb
– wichtiges Teilstück (VKE 40.1) wird aufgrund der Klage des BUND Hessen am 13.03.2013 vor dem Bundesverwaltungsgericht verhandelt
– in vorhergehenden Verfahren hat der BUND beachtliche Teilerfolge erreicht
– Mittelgebirgslandschaft, viele europäische Schutzgebiete werden zerschnitten Lebensräume für Luchs, Wildkatze, Kammmolch etc. werden zerstört
– Konflikt: Europäische Verkehrswege (A44 ist TEN-Projekt) contra europäische Naturschutzgebiete (FFH), Naturschutz soll geschliffen werden
– Rückläufige Verkehrszahlen und Prognosen, teilweise nur noch 10.000 Kfz/Tag in der Prognose
– Kosten 1,8 Mrd. für 64 km: besonderes krasses Beispiel für unsinnige Straße
– Zitat aus Lokalpresse: Bund investiert fast 100 Millionen Euro in den Werra-Meißner-Kreis, 92 Millionen sollen in die A44 fließen
– Straßenbaulobby hat sich stark für A44 engagiert
– kleine Städte entlang der Trasse bluten aus (Bsp. Hess. Lichtenau Jan. 2013: unter hessischen Finanzschutzschirm, nachts müssen Laternen ausgeschaltet werden, ein 4,2 km langer Autobahntunnel soll alleine 247 Mio. Euro kosten)
– Straßenbahnlinie von Kassel bis Hess. Lichtenau seit einigen Jahren in Betrieb, wird Fahrgastverluste hinnehmen müssen, wenn A44 wie geplant gebaut wird

Weitere Infos zur A44 beim BUND Hessen und bei Robin Wood

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