⚒️ Autobahn-Abrissparty auf der Breitenbachplatz-Brücke am 2.6.2024

Komm am Sonntag, dem 2. Juni 2024, zur ehemaligen Autobahn über dem Breitenbachplatz zur „Autobahn-Abrissparty“ Unter dem Motto „Unter dem Motto „Rückbau statt Neubau – Stadtraum für alle“ feiern wir den Rückbau der Berliner Stadtautobahn A104 und gestalten den Platz zu einem lebendigen Treffpunkt für alle. Musik, Tanz, Workshops und mehr erwarten dich!

  • Wann: Sonntag, 2. Juni 2024
  • Uhrzeit: 16 – 20 Uhr
  • Wo: Ehemalige Autobahn über dem Breitenbachplatz
  • Zugang: Abfahrt Dillenburger Straße an der Bushaltestelle

Der Abriss der Autobahnbrücke steht bevor – jetzt die Chance ergreifen!

Der Berliner Senat hat den Abriss der Autobahnbrücke über dem Breitenbachplatz für dieses Jahr beschlossen. Der Rückbau der ehemaligen Autobahn 104 kann jedoch nur der Anfang sein. Wir fordern:

  • den Rückbau der autogerechten Stadt
  • die Entwicklung zu einer nachhaltigen und menschengerechten Stadt
  • kein Bau neuer Stadtautobahnen mehr
  • kein Ausbau der Berliner Stadtautobahn, A100 stoppen!
  • der Verkehrssektor muss seine Klimaschutzziele einhalten
  • den kompletten Rückbau der Brücke über dem Breitenbachplatz inklusive Pfeiler

Lasst und gemeinsam den Breitenbachplatz in einen lebendigen Ort verwandeln!

Um zu zeigen, wie der bisher nur für den Autoverkehr freigegebene Ort alternativ genutzt werden könnte, feiern wir auf der Brücke eine fröhliche und kreative Party.

Kommt mit Decken und Picknick und vielleicht mit einem Grill. Bringt Klappstühle und Sonnenschirme mit. Sorgt für Kreide, Dreiräder, Seifenblasen und Spielzeug für die Kinder.

Wir machen es uns gemeinsam gemütlich auf der Brücke. Bässe laden zum Tanzen ein. Es wird Lesungen und Reden geben. Lasst uns aus der Betonwüste einen lebendigen Stadtplatz machen! Der gewonnene Stadtraum kann so vielfältig genutzt werden.

Mit dieser Kundgebung setzt ein breites Bündnis aus Initiativen im Rahmen der bundesweiten dezentralen Aktionstage gegen Autobahnbau ein Zeichen für die Mobilitätswende. Sei dabei und werde Teil der Veränderung!

Hintergrundinformationen:

Breitenbachplatz Berlin StadtautobahnDer Breitenbachplatz war einst ein lebendiger Ort mit viel Grün und Spielmöglichkeiten. Der Bau der Autobahn A104 in den 1960er Jahren zerstörte diese Idylle und trennte den Kiez in zwei Teile. Seitdem ist der Platz vom Autoverkehr geprägt und für Fußgänger und Radfahrer nur schwer zugänglich.

Der Rückbau der Autobahnbrücke bietet die Chance, den Breitenbachplatz zu einem attraktiven und lebenswerten Ort für alle Menschen zu gestalten. Die „Autobahn-Abrissparty“ ist ein erster Schritt in diese Richtung.

Breitenbachplatz mit dem Brückenbauwerk des Autobahnzubringers in Richtung A100

Die Geschichte der A104: A104, auch bekannt als Stadtring West, war eine Stadtautobahn in Berlin. Sie wurde in den 1960er und 1970er Jahren gebaut und sollte den Autoverkehr durch die Innenstadt führen. Die Autobahn war jedoch von Anfang an umstritten und führte zu einer starken Belastung der Anwohner durch Lärm und Schadstoffe. In den 1990er Jahren begannen die Planungen für den Rückbau der A104. Der erste Abschnitt wurde 2003 abgerissen, weitere Abschnitte folgten in den Jahren danach.

CDU möchte Teile der Stadtautobahn zurückbauen! Weiter so!

Die CDU hat im Berliner Abgeordnetenhaus einen Antrag eingebracht, die Brücke über den Breitenbachplatz zurückzubauen. Auch dort sind Brücken marode.

Man höre und staune und reibe sich die Augen!

Die CDU setzt sich dafür ein, Teile der Stadtautobahn zurückzubauen, zumindest am Breitenbachplatz. Auch dort sind die Brücken marode und müssten saniert werden.

Es soll laut Antrag nun alternativ zur geplanten Sanierung der Rückbau des Brückenbauwerks zu Gunsten einer ebenerdigen Verkehrsführung über den Platz geprüft werden.

Begründung wörtlich (Auszug):
Breitenbachplatz mit dem Brückenbauwerk des Autobahnzubringers in Richtung A100 „Die Überquerung des Breitenbachplatzes mit dem Brückenbauwerk des Autobahnzubringers in Richtung A100 ist das unschöne Erbe unvollendeter Verkehrs- und Stadtplanung. Der im Zuge einer „autogerechten“ Stadtentwicklung vorgesehene Lückenschluss zwischen dem heutigen Autobahnzubringer und der A103 wird seit Jahrzehnten aus guten Gründen nicht mehr verfolgt.
Die anstehende Sanierung des Brückenbauwerks gibt konkreten Anlass, einen Rückbau der Überquerung zu prüfen und diese städtebauliche Barriere zwischen dem Steglitzer und dem Wilmersdorfer Teil des historischen Platzes nach Möglichkeit zu beseitigen. Der städtebauliche Gewinn für den Platz, seine Umgebung und die Anwohner in Steglitz und Wilmersdorf wäre potenziell enorm.“Breitenbachplatz mit dem Brückenbauwerk des Autobahnzubringers in Richtung A100

Wir von A100stoppen begrüßen den Vorstoß der CDU ausdrücklich!
Aber wir meinen, die CDU sollte konsequenter weise einen Schritt weitergehen und auch an den Treptower Park denken. Die oben aufgeführten Argumente treffen zu 100 Prozent auch für den Treptower Park zu.
Dort, am Ende des sich im Bau befindlichen 16. Bauabschnitts (BA) der A100, soll bereits jetzt eine Rampe errichtet werden, um irgendwann kostengünstig das Andocken des 17. BA vom Treptower Park bis zur Storkower Straße zu ermöglichen. Zum 17. BA gibt es zurzeit aber überhaupt keine konkreten Planungen. Verkehrssenatorin Günter hat sich kategorisch gegen entsprechende Planungen zum 17. BA ausgesprochen.

Es hat ein gesellschaftlicher Wertewandel in Bezug auf Mobilität eingesetzt, der nicht mehr zu stoppen ist. Das ist gut so. Es kommt immer mehr ins Bewusstsein der Bürger und auch der Politiker, dass die „autogerechte Stadt“ nicht mehr zeitgemäß ist. In Gesetzesform gibt es die Verkehrswende bereits: Im Mobilitätsgesetz von 2018 ist die gerechtere Verteilung der Stadt festgeschrieben und damit eine deutliche Förderung von ÖPNV, Fuß- und Radverkehr. Für Luftqualität und Klimaschutz und damit für uns alle!

Elsenbrücke – Neubau statt Sanierung

Das Gutachten zur Elsenbrücke liegt vor. Es soll neu gebaut werden. Das sind die Planungen des Senats.

Die Elsenbrücke mit dem östlichen und westlichen Brückenteil soll nun in Gänze neu gebaut werden. Das dauert deshalb entsprechend lange. Sehr wahrscheinlich bis 2028.

Ab sofort bis Anfang 2020 erfolgen die Planungen für den Rückbau und den Ersatz des Ostteils der Brücke. Danach beginnt gleich der Rückbau des zurzeit gesperrten Teils der Brücke Richtung Ostkreuz bis Ende 2020. Die Behelfsbrücke soll 2021 fertig werden. Dann läuft der Verkehr über diesen Teil der Brücke. Für 2022 bis 2025 ist der Abriss und Neubau der westlichen Brücke geplant. Wenn das geschafft ist, wird der Verkehr über diese Brücke geleitet. Dann wird die östliche Behelfsbrücke wieder abgerissen und neu gebaut bis Ende 2028.

Die neue Brücke ersetzt die bisherige Elsenbrücke. Bei einem Weiterbau der Stadtautobahn A100 nach Friedrichshain und Lichtenberg müsste entweder eine zusätzliche Brücke gebaut oder die neue Brücke teilweise wieder abgerissen werden.

Wir werden aufmerksam verfolgen, was tatsächlich passiert. Schon früher sind Planänderungen während der Bauphase erfolgt – siehe Abschluss des 16. Bauabschnitts am Treptower Park.