Die Loveparade-Nachfolgerin Rave The Planet nimmt Forderung des Aktionsbündnisses A100 stoppen auf – mindestens 21 Clubs und Kulturorte durch den geplanten A100-Weiterbau bedroht
PRESSEMITTEILUNG
Berlin, 13. August 2026 – Die Rave The Planet Parade fordert erstmals den Stopp des A100-Weiterbaus nach Friedrichshain und Lichtenberg und hat die Forderung des Aktionsbündnisses A100 stoppen in ihren offiziellen Forderungskatalog aufgenommen.
Die Rave The Planet Parade findet am Samstag, 15. August 2026, von 14 bis 22 Uhr auf der Straße des 17. Juni unter dem Motto „IMAGINE LOVE“ statt – zum fünften Mal und erstmals mit einer offiziellen Forderung gegen den A100-Weiterbau.
„Eine ganze Kulturlandschaft steht auf dem Spiel“
Die neue Forderung Nr. 10 der Parade lautet:
„Kein Weiterbau der Stadtautobahn A100 nach Friedrichshain und Lichtenberg: Schluss mit Autobahnpolitik von gestern auf Kosten von Clubkultur der Gegenwart und Zukunft.“
Sie knüpft unmittelbar an die bestehende Forderung Nr. 4 zum Schutz von Clubs und Veranstaltungsorten der elektronischen Musik an.
Tobias Trommer, Sprecher des Aktionsbündnisses A100 stoppen:
„Mit dem geplanten Ausbau der A100 steht nicht nur ein einzelner Club auf der Kippe, sondern eine ganze Kulturlandschaft.“
„Durch Rave The Planet erreicht diese Forderung jetzt ein Millionenpublikum, das genau versteht, was auf dem Spiel steht.“
Der Zeitpunkt ist brisant: Trotz Verzögerungen gehen die Planungen für den 17. Bauabschnitt der A100 weiter. Die technische Vorzugslösung, die ursprünglich noch im Sommer 2026 mit dem Bundesverkehrsministerium abgestimmt werden sollte, wird nun für den Herbst erwartet. Die Bundesregierung hat den 17. Bauabschnitt im März 2026 als „laufendes und fest disponiertes Vorhaben“ bestätigt. Auf der geplanten 4,1 Kilometer langen Autobahntrasse von Treptow über Friedrichshain bis nach Lichtenberg sind nach Angaben der Clubcommission mindestens 21 Clubs und Kulturorte bedroht – darunter About Blank, Else, Wilde Renate, Club OST und Zukunft am Ostkreuz.
Gemeinsamer Protest gegen die A100 seit 2010
Bereits 2010 hatten Dr. Motte, Ellen Dosch-Roeingh und Tobias Trommer gemeinsam mit weiteren Initiativen die Megaspree-Demoparade unter dem Motto „Rette deine Stadt!“ organisiert und dabei den Stopp des A100-Ausbaus gefordert. Dr. Motte und Ellen Dosch-Roeingh beteiligten sich auch in den folgenden Jahren an Protesten gegen das Autobahnprojekt.
Das Aktionsbündnis A100 stoppen unterstützt die Parade aktiv und ruft dazu auf, am 15. August mitzutanzen und gemeinsam für den Erhalt der Berliner Clubkultur, eine lebenswerte Stadt und gegen den Ausbau der A100 zu demonstrieren.
Weitere Informationen:
Rave The Planet – Forderungen 2026:
https://www.ravetheplanet.com/forderungen/
