⛔ A100 Berlin: Aktuelle Infos zur Verkehrslage

A100 Berlin: Aktuelle Infos zur Verkehrslage auf der Berliner Stadtautobahn BAB 100

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Nacht Montag, 14.09.2026 auf Dienstag, 15.09.2026
Nachtsperrung der A100 und A113 für Wartungsarbeiten

In der Nacht vom 14.09. auf den 15.09.2026 ist die A100/A113 von 21:00 bis 05:00 Uhr wegen Wartungsarbeiten in beiden Richtungen voll gesperrt:

  • Fahrtrichtung Süd: Gesperrt zwischen AS Gradestraße und AS Grenzallee bzw. AS Späthstraße (A113). Zudem ist die Einfahrt AS Grenzallee Richtung Schönefeld gesperrt.
  • Fahrtrichtung Nord: Gesperrt ab AS Oberlandstraße bis AS Grenzallee bzw. AS Späthstraße.

Hinweis: Absperrmaßnahmen einzelner Einfahrten beginnen bereits ab 20:00 Uhr. Umleitungen sind ausgeschildert.

Nacht Dienstag, 15.09.2026 auf Mittwoch, 16.09.2026
Weiterhin nächtliche Wartungsarbeiten auf der A100/A113 in beiden Richtungen

In der Nacht vom 15.09. auf den 16.09.2026 wird die Vollsperrung für Wartungsarbeiten jeweils zwischen 21:00 und 05:00 Uhr wiederholt:

  • Fahrtrichtung Süd: Vollsperrung zwischen AS Gradestraße und AS Grenzallee bzw. AS Späthstraße (A113) sowie Sperrung der Einfahrt AS Grenzallee Richtung Schönefeld.
  • Fahrtrichtung Nord: Vollsperrung zwischen AS Oberlandstraße und AS Grenzallee bzw. AS Späthstraße.

Hinweis: Beginn der Absperrungen an den Zufahrten ab ca. 20:00 Uhr.

Nacht Mittwoch, 16.09.2026 auf Donnerstag, 17.09.2026
Nächtliche Vollsperrung der A100/A113 in Fahrtrichtung Süd (Treptow/Schönefeld)

In der Nacht vom 16.09. auf den 17.09.2026 gilt von 21:00 bis 05:00 Uhr eine Vollsperrung in Fahrtrichtung Süd:

  • Abschnitt: Zwischen AS Oberlandstraße und AS Treptower Park bzw. AS Späthstraße (A113).
  • Zusatzsperrung: Die Einfahrt der AS Grenzallee in Richtung Schönefeld ist ebenfalls gesperrt.

Hinweis: Auch hier beginnen erste Absperrmaßnahmen an Einfahrten bereits ab 20:00 Uhr. Umleitungen sind ausgeschildert.

Nacht Donnerstag, 17.09.2026 auf Freitag, 18.09.2026
Nächtliche Vollsperrung der A100/A113 in Fahrtrichtung Nord (Wedding)

In der Nacht vom 17.09. auf den 18.09.2026 kommt es von 21:00 bis 05:00 Uhr zur Vollsperrung in Fahrtrichtung Nord:

  • Abschnitt: Zwischen AS Treptower Park bzw. AS Späthstraße (A113) und AS Gradestraße.
  • Detail: In diesem Abschnitt sind sämtliche Ein- und Ausfahrten gesperrt.

Hinweis: Erste Einfahrten werden bereits ab 20:00 Uhr schrittweise gesperrt. Die Umleitungstrecken sind ausgewiesen.

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🚧 A100-Ausbau versus marode Infrastruktur: Ringbahnbrücke als Weckruf für Berlin

Die Sperrung der A100-Ringbahnbrücke am Dreieck Funkturm ist ein Alarmsignal. Seit dem 19. März 2025 staut sich der Verkehr kilometerweit, Wohnstraßen in Charlottenburg-Wilmersdorf sind verstopft, und seit dem 28. März fährt die S-Bahn nur eingeschränkt. Eine Brücke von 1963, gebaut für 25.000 Fahrzeuge täglich, ertrug am Ende 230.000 – fast das Zehnfache. Nun ist sie marode, wird abgerissen und neu gebaut, während Berlin leidet: Pendler stecken fest, Wirtschaftsverkehr lahmt, Wohngebiete werden belastet. Doch statt die Infrastruktur zu sichern, fließen Milliarden in den A100-Ausbau – ein teurer und kurzsichtiger Fehler.

Milliarden für Neubau statt Instandhaltung

Die A100 gehört mit über 185.000 Fahrzeugen täglich zwischen Funkturm und Kurfürstendamm zu Deutschlands meistbefahrenen Autobahnen und ist am Limit. Die Sperrung der Ringbahnbrücke markiert der Höhepunkt dieser Schwächen: Staus, Umleitungen, ein überforderter Nahverkehr. Gleichzeitig kostet der 16. Bauabschnitt von Neukölln nach Treptow 720 Millionen Euro, der 17. mindestens 1,1 Milliarden. Insgesamt drohen Kosten bis zu 4 Milliarden Euro – eine Prognose, gestützt auf Angaben der Bundesregierung (siehe hier). Das übertrifft den Sanierungsbedarf des gesamten Berliner Straßennetzes (2,5–3 Milliarden Euro bis 2030, laut Rechnungshof). Mit diesem Geld könnten wir Straßen und Brücken retten – stattdessen bauen wir, während die bestehende Infrastruktur verfällt.

Mehr Verkehr, mehr Schaden

Die A100-Verlängerung steigert den Verkehr auf der Stadtautobahn, verschärft die Belastung und beschleunigt den Verschleiß. Schon jetzt sind viele Brücken marode. Die Ringbahnbrücke ist nur die Spitze des Eisbergs. Weitere Sperrungen drohen, denn der Ausbau presst noch mehr Autos in ein überlastetes System. Das ist keine Lösung, sondern ein Rezept für den nächsten Kollaps.

Ein störanfälliges Nadelöhr

Das Dreieck Funkturm zeigt, wie verwundbar zentralisierte Verkehrsnetze sind. Eine Brücke fällt aus, und alles bricht zusammen: Staus über 30 Minuten, blockierte Wohnstraßen, ein lahmer Nahverkehr. Das Internet ist dezentral, um Ausfälle zu verhindern – warum nicht auch unsere Verkehrswege? Ein Netz aus gut gepflegten Straßen, Fuß- und Radwegen und einem starken ÖPNV wäre robuster.

Diskriminierung durch falsche Prioritäten

Die A100 dient nur Autofahrern, doch in Berlin hat die Mehrheit der Haushalte kein Auto und leidet unter einem unzuverlässigen ÖPNV, der im Schnitt 1,95 Mal langsamer ist als das Auto (Mobility Institute). Ein konsequenter Ausbau mit mehr S- und U-Bahnstrecken könnte das ändern: mehr Mobilität ohne Auto, weniger Stau für alle. Stattdessen wird eine Autobahn forciert, die Chaos wie jetzt verstärkt – ein politisches Versagen, denn die Schwächen am Funkturm waren lange bekannt.

Unsere Forderung: Umsteuern statt weiterbauen

Das Aktionsbündnis „A100 stoppen“ fordert: Stoppt den 16. Bauabschnitt der A100 oder macht ihn wenigstens zur Stadtstraße, streicht den 17. Bauabschnitt, leitet die Milliarden in Sanierung und ÖPNV um. Jeder Euro für den Ausbau der A100 ist verschwendet –  und unsere Infrastruktur zerbröselt dennoch weiter. Die Ringbahnbrücke warnt uns – handeln wir, bevor die nächste Sperrung kommt.

Ein Kommentar von Tobias Trommer

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