Komm am Samstag, 12. September 2026, zur Demo âA100 wegbassenâ in Berlin und setze ein Zeichen gegen den Weiterbau der Stadtautobahn A100! Um 13 Uhr startet der Demozug am RAW-GelĂ€nde in Friedrichshain und zieht zum Roten Rathaus. Die Demo ist Teil der groĂen Sterndemo âZeit, dass sich was drehtâ und richtet sich insbesondere gegen den geplanten 17. Bauabschnitt der A100 von Treptower Park bis zur Storkower StraĂe. Sei dabei und demonstriere fĂŒr eine lebenswerte, umweltfreundliche Stadt ohne neue Autobahnen!
đ Die wichtigsten Informationen zur Demo A100-Wegbassen
Datum: Samstag, 12. September 2026
Beginn: 13:00 Uhr
Start: RAW-GelĂ€nde, Revaler StraĂe
Ziel: Rotes Rathaus
Gemeinsame Abschlusskundgebung: 16:00 Uhr
AnschlieĂend: stationĂ€rer Protestrave am Roten Rathaus bis in den Abend
Veranstalter: BĂŒndnis A100 wegbassen
Das AktionsbĂŒndnis A100 stoppen unterstĂŒtzt den Protest gegen den Weiterbau der A100 und ruft dazu auf, sich an der Demonstration zu beteiligen.
đ© A100 wegbassen: Vom RAW-GelĂ€nde zum Roten Rathaus
Los geht es um 13 Uhr am RAW-GelĂ€nde an der Revaler StraĂe. Von dort zieht die A100-wegbassen-Demo durch Friedrichshain in Richtung Alexanderplatz und Rotes Rathaus.
Die Route fĂŒhrt ĂŒber:
Revaler StraĂe â Warschauer StraĂe â MĂŒhlenstraĂe â Stralauer Platz â HolzmarktstraĂe â AlexanderstraĂe â Otto-Braun-StraĂe â Alexanderplatz â RathausstraĂe â Platz vor dem Roten Rathaus.
Im Bereich der BVG-Zentrale ist eine Zwischenkundgebung vorgesehen. Die von der Berliner Versammlungsbehörde veröffentlichte WegfĂŒhrung beginnt im Bereich Neue BahnhofstraĂe/Annemirl-Bauer-Platz, fĂŒhrt ĂŒber die SimplonstraĂe zur Revaler StraĂe und anschlieĂend auf der genannten Strecke weiter zum Roten Rathaus.
Am Roten Rathaus kommen die verschiedenen DemonstrationszĂŒge der Sterndemo zusammen. Die gemeinsame Abschlusskundgebung beginnt um 16 Uhr. Danach geht der Protest von A100 wegbassen vor Ort mit einem stationĂ€ren Protestrave bis in den Abend weiter.
đ Teil der groĂen Sterndemo âZeit, dass sich was drehtâ
Die Demo A100 wegbassen ist kein isolierter Protestzug. Sie ist Teil der groĂen berlinweiten Sterndemo âZeit, dass sich was drehtâ, zu der am 12. September 2026 ein breites BĂŒndnis aus nahezu 100 Organisationen, Initiativen und Gewerkschaften aufruft.
Aus verschiedenen Teilen Berlins ziehen thematische Demonstrationen sternförmig zum Roten Rathaus. Neben dem Protest gegen den A100-Weiterbau geht es dabei unter anderem um Klimagerechtigkeit, eine soziale MobilitÀtswende, den Schutz der Demokratie, soziale Teilhabe, Gleichberechtigung und den Erhalt kultureller FreirÀume.
Der A100-wegbassen-Demozug trifft auf dem Weg zum Roten Rathaus mit weiteren ProtestzĂŒgen zusammen. Dazu gehören unter anderem der Umwelt- und Klimazug âBerlin muss klimagerecht!â sowie der queerfeministische Protestzug.
Damit wird aus dem Protest gegen eine konkrete Autobahnplanung ein gemeinsames Signal fĂŒr eine andere Stadtentwicklung: Berlin soll nicht noch stĂ€rker dem Autoverkehr untergeordnet werden, sondern lebenswerter, gerechter und klimafester werden.
â Die Forderungen von A100 wegbassen
Im Mittelpunkt steht die klare Forderung:
Sofortiger Stopp des Weiterbaus der A100
Der geplante 17. Bauabschnitt der A100 soll verhindert werden. Ebenso sollen die weiteren Planungen fĂŒr den Ausbau gestoppt werden.
Dahinter stehen drei zentrale Forderungsbereiche.
1. MobilitÀtswende statt autogerechter Stadtplanung
Berlin soll Vorreiter einer klimagerechten und solidarischen MobilitĂ€tswende werden. Ăffentliche Mittel sollen in nachhaltige MobilitĂ€t investiert werden, statt weitere autogerechte Infrastruktur zu schaffen.
Gefordert werden insbesondere:
- ein besseres und dichteres Radverkehrsnetz,
- ein leistungsfÀhigerer öffentlicher Nahverkehr,
- mehr Kiezblocks und verkehrsberuhigte Wohngebiete,
- StraĂen, die allen Verkehrsteilnehmern gerecht werden,
- die Erweiterung und SchlieĂung bestehender Schienennetze,
- eine gute Erreichbarkeit sowohl der AuĂenbezirke als auch der innerstĂ€dtischen Kieze,
- eine Stadt- und Verkehrsplanung, die die BedĂŒrfnisse unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen berĂŒcksichtigt.
AuĂerdem soll sich das Land Berlin dafĂŒr einsetzen, die A100 aus dem Bundesverkehrswegeplan zu streichen und die dadurch frei werdenden Mittel fĂŒr nachhaltige MobilitĂ€t einzusetzen.
2. FreirÀume, Kultur und gewachsene Kieze erhalten
Die A100 soll nicht weiter durch gewachsene Stadtquartiere gefĂŒhrt werden.
Gefordert werden der Schutz bestehender FreirÀume, Kulturorte, Clubs, WohnhÀuser und sozialer Projekte sowie eine Stadtentwicklung, die gewachsene Kieze nicht verdrÀngt.
Ăffentlicher Raum soll fĂŒr Menschen da sein â insbesondere auch fĂŒr Kinder und Jugendliche. Selbstbestimmte RĂ€ume, Clubs, Bildungs- und KulturstĂ€tten sollen vor VerdrĂ€ngung geschĂŒtzt werden.
Berlin soll seine Bedeutung als Standort fĂŒr Kultur, Kreativwirtschaft und gesellschaftliche Innovation erhalten und weiterentwickeln. Statt vorhandenen Wohnraum durch Infrastrukturprojekte zu zerstören, sollen lebendige Kieze erhalten und zusĂ€tzlicher bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden.
Die zentrale Forderung lautet deshalb:
Verbindung statt Trennung: Keine Zerschneidung der Stadt durch die A100.
3. Klimagerechtigkeit und eine klimaresiliente Stadt
Berlin steht vor groĂen Herausforderungen durch Klimawandel, Hitze, FlĂ€chenverbrauch und zunehmende Verkehrsemissionen.
Gefordert werden deshalb mehr Investitionen in Klimaanpassung, Infrastruktur, FlĂ€chenschutz und eine klimaresiliente Stadtentwicklung. Dazu gehören beispielsweise die Entwicklung einer Schwammstadt und MaĂnahmen zum Schutz vor Hitze.
Statt neue fossile Verkehrsinfrastruktur zu schaffen, soll Berlin aus Sicht des BĂŒndnisses den notwendigen Wandel hin zu einer nachhaltigen Energie-, WĂ€rme- und Verkehrspolitik beschleunigen.
Die Forderung ist eindeutig:
Die Stadt soll klimaresilient weiterentwickelt werden, statt sie mit der A100 weiter zuzubetonieren.
â Warum die Demo A100wegbassen gerade jetzt wichtig ist
Der Termin am 12. September 2026 liegt nur acht Tage vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September 2026. Die Verkehrspolitik und die Zukunft der A100 gehören damit unmittelbar zu den Fragen, ĂŒber die in Berlin politisch entschieden wird.
Die Veranstalter der Sterndemo wollen deshalb eine Woche vor der Wahl deutlich machen, dass viele Berliner nicht einfach eine Fortsetzung der bisherigen Stadtpolitik akzeptieren.
Der Protest gegen die A100 ist dabei Teil einer gröĂeren Auseinandersetzung ĂŒber die Frage, wie Berlin in den kommenden Jahrzehnten aussehen soll: Soll weiterhin viel Geld in den Ausbau des Autoverkehrs flieĂen oder sollen die begrenzten FlĂ€chen und öffentlichen Mittel stĂ€rker fĂŒr ĂPNV, Radverkehr, Wohnraum, GrĂŒnflĂ€chen, soziale Infrastruktur und Klimaanpassung eingesetzt werden?
đ Was ist fĂŒr den 17. Bauabschnitt der A100 geplant?
Der geplante 17. Bauabschnitt der A100 soll die Stadtautobahn vom Treptower Park bis zur Storkower StraĂe verlĂ€ngern.
Die eigentliche neue A100-Trasse ist rund 4,1 Kilometer lang. Hinzu kommt der geplante Ausbau der Storkower StraĂe auf rund 1,6 Kilometer. Insgesamt umfasst das Vorhaben damit rund 5,7 Kilometer.
Betroffen wÀren vor allem die Bezirke Treptow-Köpenick, Friedrichshain-Kreuzberg und Lichtenberg.
Die geplante VerlĂ€ngerung wĂŒrde damit mitten durch dicht bebaute und stark gewachsene Stadtgebiete fĂŒhren â unter anderem in der Umgebung des Ostkreuzes.
Die technischen Details sind noch nicht endgĂŒltig festgelegt. Die Autobahn GmbH untersucht weiterhin die konkrete technische Lösung und verschiedene Varianten. Der Bund bestĂ€tigte allerdings im MĂ€rz 2026 ausdrĂŒcklich, dass der 17. Bauabschnitt weiterhin als âlaufendes und fest disponiertes Vorhabenâ gilt und der gesetzliche Planungsauftrag umgesetzt werden soll.
Ein Planfeststellungsverfahren soll nach den bisherigen Planungen 2027 eingeleitet werden.
đ¶ Milliardenprojekt durch Berlin?
Wie teuer der 17. Bauabschnitt tatsĂ€chlich werden wĂŒrde, steht noch nicht endgĂŒltig fest.
Eine zuletzt öffentlich genannte KostengröĂe liegt bei rund 1,1 Milliarden Euro. Gleichzeitig erklĂ€rte die Bundesregierung 2026, dass wegen der noch laufenden Untersuchungen derzeit keine belastbare aktuelle Kostenaussage möglich sei.
Damit ist klar: Der 17. Bauabschnitt ist ein finanziell Ă€uĂerst aufwendiges Verkehrsprojekt. Hinzu kommen mögliche weitere Kosten fĂŒr komplexe Ingenieurbauwerke, die Anpassung bestehender StraĂen und die schwierigen baulichen Bedingungen in einem dicht besiedelten Stadtgebiet.
Zum Vergleich: Der erst 2025 eröffnete 16. Bauabschnitt der A100 zwischen Neukölln und Treptower Park ist 3,2 Kilometer lang und kostete rund 721 Millionen Euro. Der Abschnitt wurde nach mehr als zwölf Jahren Bauzeit am 27. August 2025 fĂŒr den Verkehr freigegeben.
đ Was hat der 16. Bauabschnitt der A100 gebracht?
Mit der Eröffnung des 16. Bauabschnitts wurde die A100 von Neukölln bis zum Treptower Park verlĂ€ngert. Damit ist gleichzeitig der Anschluss an das Gebiet entstanden, durch das der 17. Bauabschnitt weiterfĂŒhren soll.
Die Verkehrsentwicklung nach der Freigabe hat jedoch auch neue Probleme sichtbar gemacht. BezirksĂ€mter in Treptow-Köpenick und Friedrichshain-Kreuzberg berichteten bereits wenige Wochen nach der Eröffnung von einer deutlich verschĂ€rften Verkehrssituation rund um die ElsenbrĂŒcke. Es kam zu erheblichen Staus, BeeintrĂ€chtigungen des öffentlichen Nahverkehrs und zahlreichen Beschwerden aus der Bevölkerung.
FĂŒr die Gegner des Weiterbaus ist dies ein weiteres Argument gegen die Fortsetzung des Autobahnprojekts: Eine zusĂ€tzliche Autobahnspur durch die Innenstadt löse Verkehrsprobleme nicht zwangslĂ€ufig, sondern könne Verkehr auch verlagern und zusĂ€tzlichen Autoverkehr erzeugen.
Wohnraum, GrĂŒnflĂ€chen und Kulturorte unter Druck
Die geplante A100-Trasse fĂŒhrt durch Gebiete, in denen heute Menschen wohnen, arbeiten und ihre Freizeit verbringen.
Nach Angaben des AktionsbĂŒndnisses A100 stoppen könnten durch die Bauarbeiten rund 8.000 Menschen erheblich belastet werden. Grundlage dieser Zahl ist eine eigene Analyse der betroffenen StraĂen und GebĂ€ude; es handelt sich ausdrĂŒcklich um eine SchĂ€tzung und nicht um eine amtliche Zahl.
Besonders umstritten ist auĂerdem die mögliche Inanspruchnahme von WohnhĂ€usern. Nach aktuellen Berichten ist noch nicht endgĂŒltig geklĂ€rt, welche GebĂ€ude durch die konkrete technische Ausgestaltung betroffen wĂ€ren. Fest steht jedoch, dass die Frage möglicher Abrisse weiterhin Gegenstand der Diskussion ist.
Auch die Berliner Club- und Kulturlandschaft sieht sich bedroht. Nach Angaben der Clubcommission sind mindestens 21 Clubs und Kulturorte durch den geplanten Weiterbau gefÀhrdet.
Hinzu kommen GrĂŒnflĂ€chen. Das AktionsbĂŒndnis A100 stoppen weist beispielsweise auf den GrĂŒnzug an der Frankfurter Allee SĂŒd hin, der rund 11.000 Quadratmeter FlĂ€che und mehr als 250 BĂ€ume umfasst und nach den bisherigen Planungen durch das Autobahnprojekt betroffen wĂ€re.
Damit geht es beim 17. Bauabschnitt nicht nur um eine StraĂe. Es geht auch um die Frage, wie mit Wohnraum, GrĂŒnflĂ€chen, Kultur und öffentlichen RĂ€umen in einer wachsenden Stadt umgegangen wird.
đ A100 wegbassen: Protest fĂŒr ein anderes Berlin
Die Demonstration am 12. September setzt deshalb ein bewusst sichtbares Zeichen gegen die Fortsetzung des Autobahnbaus.
A100 wegbassen verbindet politischen Protest mit Musik und einer Forderung nach einem anderen VerstĂ€ndnis von Stadtentwicklung. Nicht mehr Autobahnen, sondern gute öffentliche Verkehrsmittel, sichere Radwege, bezahlbarer Wohnraum, GrĂŒnflĂ€chen, Kultur und lebendige Kieze sollen nach den Vorstellungen der Veranstalter stĂ€rker im Mittelpunkt stehen.
Der Protest richtet sich damit nicht gegen MobilitÀt, sondern gegen eine Verkehrspolitik, die nach Ansicht der Demonstranten weiterhin zu stark auf das Auto ausgerichtet ist.
Am 12. September soll diese Botschaft vom RAW-GelÀnde bis zum Roten Rathaus getragen werden:
Kein Weiterbau der A100. Mehr Platz fĂŒr Menschen statt mehr Autobahn.
đ Gemeinsam am 12. September auf die StraĂe
Komm am Samstag, 12. September 2026, ab 13 Uhr zum RAW-GelĂ€nde an der Revaler StraĂe und demonstriere mit gegen den Weiterbau der A100.
Von dort geht es gemeinsam zum Roten Rathaus. Um 16 Uhr treffen sich die verschiedenen ZĂŒge der Sterndemo zur gemeinsamen Abschlusskundgebung.
AnschlieĂend geht der Protest gegen den A100-Weiterbau beim Protestrave von A100 wegbassen weiter.
Zeit, dass sich was dreht. A100 wegbassen!
