Mach mit bei einer Erkundungstour zu den zerstörten Neuköllner Kleingärten, die schon jetzt der A100 zu Opfer gefallen sind.
Wann? Sonntag, 15.5.2011, Start um 15.00 Uhr
Wo? Treffpunkt ist Kiefholzstr./ Ecke Karpfenteichstr. in Berlin-Treptow
Am 15. Mai wollen wir uns gemeinsam ein Bild von der sinnlosen Zerstörung einer grünen Oase in Neukölln machen. Die betroffenen Kleingärten wurden zum 30. November 2010 entgegen jeglichem gesunden Menschenverstand für die A100 geräumt. Dabei stand zu diesem Zeitpunkt schon längst fest, dass über den Bau der A100 erst nach den nächsten Abgeordnetenhauswahlen entschieden wird.
Wie kam es im Zuge der letzten Jahre zu diesem Desaster? Was kann man unternehmen, damit dieses grüne Areal nicht endgültig verloren geht? Über diese und andere Fragen wollen wir mit euch trotz oder gerade wegen des trostlosen Anblicks ins Gespräch kommen. Alle Interessierte und Engagierte sind eingeladen.
Auf dem Gelände existiert ein z.T. sehr alter Baumbestand. Ruderalflächen bieten unzähligen Tieren und Pflanzen eine Heimat. Alleine 35 Vogelarten sind dort heimisch, sechs davon stehen auf der Vorwarnliste der Roten Liste Berlin. Baumfrevel und Vandalismus bedrohen bereits jetzt die Biotope.
Die Tour führt auch über unbefestigtes Gelände, festes Schuhwerk ist von Vorteil.
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Der Treffpunkt Kiefholzstr./ Ecke Karpfenteichstr. in Kartenansicht:
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Prozession vom Neptunbrunnen zum Roten Rathaus
Mit dem 16. Bauabschnitt der A100 würde der Auftakt für einen neuen Autobahnring durch Ost-Berlin entlang der Ringbahn geschaffen – momentan quert die Autobahn 111/100/113 die gesamte Stadt und kann als fertig gestellt betrachtet werden. Alle wissen – einmal begonnen wird sich die neue Autobahn durch den gesamten Ostteil der Stadt fressen. Die zerstörerische Wirkung kann man rund um die bestehende Stadtautobahn studieren. Dort sind für große Stadtbereiche die Aufenthalts- und Lebensqualität gleich null – wer möchte schon an einer Autobahn wohnen? Für die Ostberliner Wohnbezirke wäre das nicht vorstellbar.